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Die richtige Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer

Welche Temperatur und welche Luftfeuchtigkeit sind zum Schlafen optimal?

Diese Frage stellen Sie sich vermutlich besonders dann, wenn uns das Wetter mit extremen Temperaturen überrascht – also entweder im Hochsommer oder eben im Winter. Eine optimale Schlafzimmertemperatur richtet sich allerdings nicht nach der Jahreszeit, sondern nach der Beschaffenheit unseres Körpers und danach, wie dieser sich im Schlaf verhält.Klingt komisch? Ist aber so. Denn nicht nur persönliche Empfindungen, das Geschlecht sowie das Alter können Auswirkungen auf die individuelle Wohlfühltemperatur haben, sondern die Schlaftemperatur sollte darauf abgestimmt werden, dass man nachts, während der Organismus alle Körperfunktionen auf ein Minimum herunter schraubt, nicht friert bzw. schwitzt.

Die beste Temperatur für den Schlaf

Wenn Sie sich auf die beste Matratze kuscheln und irgendwie trotzdem nicht einschlafen können, könnte dies mit der Temperatur im Schlafzimmer zusammenhängen. Natürlich gibt es Warm- und Kaltschläfer, für eine optimale Regeneration sollte die Temperatur zum Schlafen allerdings zwischen 16 und 20 Grad liegen. Dieser Richtwert gilt als optimal, weil man in zu warmen Räumen meist nicht zur Ruhe kommt und zu kalte Temperaturen im Schlafzimmer zu Muskelverspannungen führen können – beides stört den Schlaf und die Erholung des Körpers während der Nacht.

Gibt es eine allgemeingültige, optimale Temperatur fürs Schlafzimmer?

Eine genauere Angabe als die Spanne von 16 bis 20 Grad können wir nicht machen, da subjektives Empfinden eine große Rolle spielt. Frauen zum Beispiel mögen es häufig ein wenig wärmer, Männer hingegen ein wenig frischer. Kinder und ältere Menschen sollten etwas wärmer schlafen. Dabei ist darauf zu achten, dass der Kopf dennoch „gekühlt“ wird. Der Rest des Körpers kann durch Decken gewärmt werden.

Wenn Sie an bestimmten Krankheiten leiden, kann dies auch Einfluss auf Ihr Wärmeempfinden während des Schlafs haben. Menschen mit Bluthochdruck schwitzen vermehrt, zu niedriger Blutdruck lässt Betroffene eher zittern. Menschen mit einem geringen Körpergewicht tendieren auch schneller zum Frieren – trotz kuschliger Matratze.

Wie kann ich die Temperatur im Schlafzimmer anpassen?

Wenn es zu kalt ist, ist das Problem mit dem Anstellen der Heizung schnell erledigt. Beachten Sie aber, dass Sie das Schlafzimmer nicht zu stark aufheizen. Für das Kühlen reicht häufig schon ein längeres Lüften. Sollte es Hochsommer sein und Sie wohnen zudem noch im Dachgeschoss, kann das Lüften mit 25 Grad warmer Abendhitze keine Linderung erzielen. Dann sollten Sie über eine Klimaanlage oder einen Ventilator nachdenken. Darüber hinaus gibt es mittlerweile Thermorollos, die durch eine spezielle Beschichtung nur wenig Wärme von außen ins Innere durchlassen.

Welche Luftfeuchtigkeit ist beim Schlafen am besten?

Auch die Luftfeuchtigkeit im Schlafraum entscheidet mit, ob wir uns schlaflos auf der Matratze umher wälzen oder entspannt ruhen. Ist die Luft zu trocken können Reizungen der Schleimhäute sowie der Augen auftreten. Bei zu feuchter Luft kann auf Dauer Schimmel entstehen, der letztlich ebenfalls zu Reizungen führt. Achten Sie daher auf eine ausreichende Zirkulation der Luft, in dem Sie mindestens vor dem Zubettgehen und nach dem Aufstehen für etwa 15 Minuten lüften. Mit einem Luftfeuchtigkeitsmesser können Sie die Feuchtigkeit in Ihrem Schlafzimmer im Blick behalten. Als Richtwert sollten Sie hierbei in etwa 40 Prozent anpeilen.

Wie kann ich die Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer anpassen?

Falls Sie bemerken sollten, dass Sie sich aufgrund der Luftfeuchtigkeit nicht mehr wohl fühlen und Probleme beim Einschlafen bzw. Aufstehen haben, können Sie zu einfachen Hausmitteln greifen: Eine kleine Schale mit Salz kann zu hohe Luftfeuchtigkeit senken, ein Schälchen mit Wasser dagegen erhöhen.

Wem schadet eine unzureichende Luftzirkulation, die falsche Luftfeuchtigkeit und Temperatur?

Neben den bereits genannten Problemen, die bei der falschen Temperatur (z. B. Muskelverspannungen) bzw. der falschen Luftfeuchtigkeit (z. B. Reizungen der Schleimhäute) auftreten können, sollte auch darauf geachtet werden, dass die Matratze keinen Schaden nimmt. Vor allem eine gute Luftzirkulation ist Voraussetzung für eine lange Lebensdauer. Dies können Sie durch die Lagerung auf einem geeigneten Lattenrost und durch den Verzicht auf Schoner und andere luftundurchlässige Matratzen-Auflagen garantieren. Dazu gehört auch, dass Sie das Bett nach dem Aufstehen erst einmal atmen lassen und die Matratze nicht gleich bedecken. Lassen Sie das Bett ruhig eine Weile ungemacht. Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit oder das vermehrte Schwitzen auf der Matratze durch zu hohe Temperaturen können im Inneren Schimmelbildung anstoßen und die Vermehrung von Hausstaubmilben begünstigen. Sie sehen, die richtige Temperatur und Luftfeuchtigkeit während des Schlafens ist nicht nur kurzfristig gesehen ein wichtiger Aspekt, sondern sorgt auch auf Dauer für mehr Wohlbefinden.

Bildquelle: © PublicDomainPictures/pixabay.com

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