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Schlafzimmereinrichtung - Pflanzen im Schlafzimmer

Pflanzen im Schlafzimmer? Lieber nicht!

Haben Sie davon schon mal etwas gehört? Während Pflanzen am Tag für unser Leben unabdingbar sind, sollen sie in der Nacht und besonders auf unseren Schlaf alles andere als einen positiven Einfluss auf uns haben. Wir klären heute auf, wieso Pflanzen im Schlafzimmer nicht zu empfehlen sind und ob es vielleicht auch Ausnahmen gibt.
Denn Pflanzen sind für eine schöne Einrichtung zwar sehr wichtig, aber im Schlafzimmer sollten Sie auf andere Prioritäten setzen, nämlich auf Ihren gesunden Schlaf. Die Annahme, dass Pflanzen nicht ins Schlafzimmer gehören, kommt vom Grundgedanken der Fotosynthese. Erinnern Sie sich noch an den komplexen Prozess, bei dem irgendwie aus Kohlendioxid und Licht Sauerstoff gemacht wird?

Die Fotosynthese im dunklen Schlafzimmer

Wie gerade schon angedeutet, läuft der Prozess der Fotosynthese, bei dem der überlebensnotwendige Sauerstoff gebildet wird, nur ab, wenn Licht vorhanden ist. Das bedeutet, am Tag, wenn Sie sich meist nicht im Schlafzimmer aufhalten, können Ihre Pflanzen Sauerstoff produzieren. Wenn es dunkel wird, Sie es sich nach einem anstrengenden Tag vielleicht auf Ihrer neuen Kaltschaummatratze bequem machen wollen und schlafen möchten, ist kein Sonnenlicht für die Pflanzen verfügbar. Sie greifen daher auf den Zucker und die Stärke zurück, welche sie tagsüber gespeichert haben und konzentrieren sich auf die Zellatmung. Dabei nehmen sie den Sauerstoff aus der Luft auf und wandeln damit den Zucker und die Stärke in Energie um, die benötigen sie, um zum Beispiel zu wachsen.

Klauen uns Pflanzen den Sauerstoff im Schlafzimmer?

Diese Frage kann mit „ja“ beantwortet werden. Wenn Sie sehr viele Pflanzen im Zimmer haben, kann das auch zu Schlafstörungen führen. Aber Vorsicht, denn nicht alle Pflanzen sind gleich. Während die einen besonders viel Sonne benötigen, um Sauerstoff bilden zu können, gibt es auch einige, bei denen weniger ausreichend ist – nämlich die Schattenpflanzen. Diese Pflanzen benötigen auch im Dunkeln nicht so viel Sauerstoff, um Zellatmung betreiben zu können. Grundsätzlich verbrauchen Pflanzen aber auch nur eine sehr geringe Menge an Sauerstoff, sodass sie unseren Sauerstoffbedarf nicht gefährden. Vorausgesetzt, Sie haben nicht 100 Pflanzen in Ihrem etwa 10 Quadratmeter kleinen Schlafzimmer.

Welche Pflanzen sind im Schlafzimmer erlaubt und welche nicht?

Es gibt eine Reihe Pflanzen, die Sie ohne Probleme im Schlafzimmer haben dürfen, die Ihren Schlaf sogar positiv beeinflussen können. Dabei gibt es nur ein paar Regeln, die Sie beachten sollten.

1.    Regel: Qualität statt Quantität

Egal welche Pflanzen Sie gern im Schlafzimmer stehen haben möchten, beschränken Sie sich auf ein paar. Einen Richtwert kann man hier nicht geben, aber der verbrauchte Sauerstoff durch Pflanzen, auch wenn er nur gering ist, vermehrt sich natürlich mit jeder zusätzlichen Pflanze. Das sollte Ihnen bewusst sein. Bei großen Räumen dürfen es ruhig mehr Pflanzen sein, bei kleineren dementsprechend weniger. Die Qualität der Pflanzen ist hier mehr wert, als die Quantität. Also achten Sie eher auf das, was sie hinstellen, als darauf, wie viele Pflanzen sich um Ihre Matratze herum tummeln. Wenn Sie nicht auf Grün verzichten können, können Sie sich vielleicht selbst mit einem neuen Wandanstrich austricksen. Von Ihrer Matratze aus kann die neue Wandfarbe einen ähnlichen Effekt auf Ihre Stimmung ausüben. Einen Versuch ist es wert.

2.    Regel: Keine Duftstoffe

Wenn Sie gezielt nach Pflanzen für Ihr Schlafzimmer Ausschau halten, dann versuchen Sie den optischen Aspekt nicht an die erste Stelle zu stellen. Orchideen oder andere beliebte Pflanzen, die Blüten besitzen, sind für das Schlafzimmer ungeeignet. Einige dieser Pflanzen duften. Was Sie im ersten Moment noch als angenehm empfinden, kann Ihren Nachtschlaf enorm beeinflussen. Sie wälzen sich unbemerkt von links nach rechts auf Ihrer Matratze, haben am Morgen Kopfschmerzen und kämpfen den Tag über mit Müdigkeit. Duftstoffe sollten Sie daher, egal wie angenehm Sie den Geruch auch am Tag finden, aus dem Schlafzimmer verbannen.

3.    Regel: Alternative Blumenerde

In der herkömmlichen Blumenerde können sich sehr schnell, und leider häufig unbemerkt, Schimmelsporen und andere krankheitsfördernde Mikroorganismen bilden. Wenn Sie deren Entstehung durch einen unangenehmen, muffigen Geruch wahrnehmen, ist es meist schon zu spät. Über Nächte hinweg haben Sie die gefährlichen Stoffe bereits eingeatmet, die neben Kopfschmerzen und Erkältungskrankheiten auch Allergien, Atembeschwerden und Tagesmüdigkeit auslösen können. Es gibt aber eine Reihe Alternativen, die Sie anstelle der Blumenerde in Ihren Töpfen im Schlafzimmer nutzen können und die für Ihre Pflanzen keinen Unterschied machen. Erkundigen Sie sich einmal bei Ihrem Gärtner oder im Baumarkt. Geeignet für das Schlafzimmer sind zum Beispiel Tongranulat, Seramis, Hydro-Gel oder Blumenerde aus Kokosfasern.

Pflanzen im Schlafzimmer mit einer positiver Wirkung

Wenn Sie die zuvor beschriebenen Regeln berücksichtigen, sind Sie bei der Suche nach der richtigen Pflanze für Ihr Schlafzimmer auf einem guten Weg. Beachten Sie allerdings auch, dass Sie die Blätter der Pflanzen im Schlafzimmer vermehrt abstauben, denn auch dieser Staub kann durch Luftzug in Ihre Atemwege gelangen und Krankheiten auslösen. Hygiene im Schlafzimmer sollte grundsätzlich, egal ob mit oder ohne Pflanzen, und auch auf der Matratze, sichergestellt sein.
Abschließend möchten wir Ihnen noch fünf Pflanzen vorstellen, die Sie ohne Probleme in Ihrem Schlafzimmer aufstellen können.

Bogenhanf

Über Bogenhanf wird gesagt, dass er auch ohne Licht eine Art Fotosynthese betreiben kann. Er kann also auch im Dunkeln Kohlenmonoxid in Sauerstoff umwandeln. Außerdem fungieren seine harten Blätter als eine Art Luftfilter. Dabei werden typische Haushaltsgifte aus der Luft gefiltert. Sie können also auf Ihrer Matratze ohne schlechtes Gewissen durchatmen.

Aloe Vera

Genauso wie der Bogenhanf kann auch die heilende Aloe Vera Pflanze in der Nacht Sauerstoff produzieren. Neben diesem Effekt kann Ihnen vor allem der Saft der Pflanze Gutes tun, denn er ist nahezu ein Allrounder. Gerade für die Haut spendet das Sekret viel Feuchtigkeit und kann so auch als Erste Hilfe bei nächtlichen Mückenstichen dienen.

Efeu

Efeu ist gerade für Allergiker eine lohnende Investition. Während Efeu den meisten nur als Kletterpflanze an Hauswänden bekannt ist, hat die immergrüne Pflanze besonders im Schlafzimmer eine besondere Gabe. Sie reinigt die Luft. Dabei greift Efeu vor allem fliegende Schimmelsporen an. Innerhalb eines halben Tages, so sagt man, kann Efeu wohl bis zu 80 Prozent der Sporen in der Luft beseitigen.

Grünlilien

Auch wenn sie aufgrund ihrer guten Filtertechnik jedem ungemütlichen Geruch an den Kragen geht und so auch eine ausgesprochen gute Pflanze für die Küche wäre, filtert sie daneben auch das giftige Formaldehyd aus unserer Luft. Also, auch eine Toppflanze fürs Schlafzimmer.

Einblatt

Hier hat sich eine kleine Ausnahme versteckt, denn trotz Blüte duftet das Einblatt (häufig als Spathiphyllum) nicht und darf deswegen ins Schlafzimmer einziehen. Außerdem filtert es verschiedene Schadstoffe aus der Luft und lässt durch Transpiration die Luftfeuchtigkeit ansteigen.

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