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Luxuriöses Schlafzimmer mit Bett

Von Betten und Matratzen – die Geschichte unserer Schlafkultur

„Da liegt es, das Kindlein, auf Heu und auf Stroh“. Dieses alte Weihnachtslied werden wir am Heiligen Abend vielleicht in gemütlicher Familienrunde singen, bevor wir uns nach dem dritten Glas Rotwein und mit vollen Bäuchen in die Matratzen kuscheln. Die sind natürlich heutzutage nicht mehr mit Heu und Stroh gefüllt, sondern meist aus Kaltschaum, Gelschaum oder Latex hergestellt. Aber wie sind wir eigentlich dahin gekommen und worauf haben unsere Vorfahren geschlafen? Lesen Sie sich in unserer kleinen Geschichte des Bettes schlau.

Aus Matte wird Matratze – schlafen in der Steinzeit und Antike

Die erste Matratze war eher eine dünne Matte, bei der es nicht in erster Linie um einen großen Liegekomfort ging. Sie bestand aus Tierhäuten, mit denen die Steinzeitmenschen Erdkuhlen oder Höhlenmulden auspolsterten, um sich nach der anstrengenden Jagd verhältnismäßig eben zur Nachtruhe zu betten. Nun ja, das klingt noch nicht so gemütlich.

Deshalb wuchs mit der Intelligenz des Menschen auch der Wunsch nach einer komfortableren Schlafgelegenheit. Unsere schlauen Vorfahren aus der Antike, allen voran die Ägypter, bauten dann die ersten richtigen Bettgestelle. Diese waren recht hochbeinig und mussten oft mit einem Hocker bestiegen werden. Ausgelegt wurden Sie je nach Vermögen des Besitzers entweder mit einfachen Polstern oder mit hochwertigen Teppichen und anderen Zierelementen. Auch die ersten Kopfstützen aus Stein oder Holz entstanden in dieser Zeit.

Die Römer und Griechen mochten es noch ein Stückchen komfortabler und professionalisierten die Technik des Bettbauens. Sie entwickelten sozusagen die ersten Lattenroste, indem sie Gurte am Bettgestell verspannten und darauf die ersten richtigen Matratzen auslegten. Diese Matratzen waren mit Wolle oder Pflanzenfasern gefüllt. Sogar Gänse- und Schwanenfedern wurden damals schon in den Polsterungen verarbeitet.

Protz und Prunk im Himmelbett – so schlief man im Mittelalter

Im Mittelalter war das Bett vor allem für die reicheren Herrschaften ein Statussymbol. In dieser Zeit entstanden ausladende und schwere Himmelbetten mit aufwendig bestickten Decken, Kissen und Vorhängen. Ausgelegt wurden sie mit schweren, hochwertigen Matratzen. Während die armen Leute oft in selbstgezimmerten Holzkästen mit strohgefüllten Leinensäcken ruhten, wurden die Bettgestelle der Reichen vom Kopf bis zu den Bettfüßen mit Schnitzereien verziert und bemalt. Dieses Protzbett erlebte seinen absoluten Höhepunkt in der Renaissance. Zu Zeiten Ludwigs XIV fand man auf Bett und Matratze Stoffe wie Samt, Damast, Brokat und sogar Silbergewebe. Damals entstanden in reichen Häusern sogar sogenannte Paradeschlafzimmer, in denen Gäste empfangen und Audienzen abgehalten wurden.

Wieder auf dem Boden der Tatsachen – schlafen vom 18. Jahrhundert bis heute

Im 18. Jahrhundert nahm das Bett dann in allen Gesellschaftsschichten seine heutige Kastenform an. Es wurde aus Holz oder Eisen gebaut und meist mit einem Drahtgitter versehen, auf dem dann die Matratze lag. Diese ähnelte in Form und Materialien schon den uns bekannten modernen Matratzen. Das Bett war nun also nicht mehr so ausladend und auch in einfacher Ausstattung zu haben. So konnten sich endlich auch Durchschnittsbürger den Luxus eines ordentlichen Bettes mit richtiger Matratze leisten. Heute genießen wir alle diesen Luxus, es sei denn, wir sind gerade im Abenteuerurlaub auf dem Bauernhof, wo ja bekanntlich gerne mal wie zu Christkindels Zeiten auf Heu und Stroh geschlafen wird.

Vielleicht denken Sie heute Abend vor dem Zubettgehen einmal nicht an den stressigen Tag, der hinter Ihnen liegt, sondern daran, dass es nicht zu allen Zeiten eine Selbstverständlichkeit war, ihn so warm und gemütlich abzuschließen. In diesem Sinne: Eine geruhsame Nacht!

Bildquelle: © Victoria Andreas/fotolia.com

2 Kommentare zu “Von Betten und Matratzen – die Geschichte unserer Schlafkultur

      Vielen Dank für Ihren Kommentar. Vielleicht könnten Sie uns kurz sagen, welche Fragen Ihnen zu den angesprochenen „Nicht-Matratzen“ offengeblieben sind. Wir würden dahin gehend unseren Artikel umgehend anpassen wollen.

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