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Paar erschreckt sich im Bett

Ruckzuck wieder wach! Warum wir manchmal beim Einschlafen zusammenzucken

Endlich schlafen! Der Tag ist vorüber und wir versinken genüsslich in unser Kissen. Die Kulisse um uns herum verschwimmt, Geräusche werden immer leiser, Gedanken, die wir eben noch gedacht haben, interessieren uns nicht mehr und verfliegen. Körper und Geist werden leicht, erste Traumbilder flattern uns zu. Wir sind nur noch einen Katzensprung vom Reich der Träume entfernt und dann – ganz plötzlich – holen uns unsere Muskeln noch einmal mit aller Kraft zurück in die Realität. Wie kommt es, dass die meisten von uns ab und an kurz vor dem Einschlafen aufschrecken oder zusammenzucken?

Erscheinungsformen von Einschlafzuckungen

Das plötzliche Zucken beim Einschlafen wird auch Einschlafmyoklonus genannt. Meist handelt es sich dabei um Zuckungen der Gliedmaßen oder des Rumpfes. Diese sogenannten Myoklonien haben etwa drei von vier Deutschen mindestens schon einmal erlebt, wenn sie eigentlich schlafen wollen. Einschlafzuckungen können ganz unterschiedlich ausgeprägt sein. Es gibt visuelle, auditive und sensorische Formen. Bei der visuellen Variante sehen wir zum Beispiel Lichtblitze, die gar nicht da sind. Bei auditiven Formen lässt uns ein (nur vermeintlich realer) lauter Knall zusammenschrecken. Bei sensorischen Einschlafzuckungen haben wir auf einmal das Gefühl zu fallen oder zu stolpern. Sicher finden Sie sich in einem der Beispiele wieder?

Ursachen von Einschlafzuckungen

Woher das Zucken beim Einschlafen kommt, ist nicht bekannt. Es hat aber den Anschein, dass es einen Zusammenhang mit unseren Nervenzellen in Gehirn und Rückenmark gibt. Forscher gehen davon aus, dass die sogenannte Formatio reticularis, ein Netzwerk aus Neuronen, für das Zucken im Schlaf verantwortlich ist. Wenn wir schlafen, sendet dieses Netzwerk hemmende Signale an unser Nervensystem. Diese Signale sorgen dafür, dass sich unsere Muskulatur entspannt. Damit wiederum könnte das Zucken beim Einschlafen einhergehen. Einige Studien zu Einschlafzuckungen haben ergeben, dass sie vor allem bei stark gestressten Menschen auftreten, oder wenn es rundherum besonders laut ist. Interessanterweise kommen sie alters- und geschlechtsunabhängig gleich häufig vor.

Mit einer sogenannten Elektromyografie (kurz EMG) können Ärzte das Muskelzucken übrigens sogar ganz genau messen. Bei diesem Verfahren untersucht man entweder die elektrische Spannung in einem Muskel oder in einer einzelnen Muskelfaser. Kommt es dann beim Einschlafen zu Muskelzucken, werden die im EMG als kurze hohe Spannungsspitzen sichtbar.

Kann das Zucken im Schlaf zum Problem werden?

An sich schlafen wir dadurch nicht schlechter. Einschlafzuckungen sind eine harmlose Angelegenheit ohne Krankheitswert. Sie können allerdings Herzrasen oder eine unregelmäßige Atmung auslösen. Gesunde Menschen halten das aber ohne Probleme aus. Das abendliche Muskelzucken tritt allerdings auch als Begleiterscheinung verschiedener Erkrankungen auf. Das Restless-Legs-Syndrom, Krämpfe der Muskulatur oder Epilepsie werden häufiger von Einschlafzuckungen begleitet.

Vorbeugung und Behandlung

Behandeln lassen müssen Sie Einschlafzuckungen in der Regel nicht. Bei vielen Menschen treten sie auch nur in einem bestimmten Zeitraum häufiger auf und verschwinden dann wieder, als wären sie nie da gewesen. Sie können aber vorbeugen, indem Sie Stress vermeiden, ganz besonders direkt vorm Schlafen. Sie können auch probieren, auf Nikotin und Koffein (stimulierende Substanzen) zu verzichten.

Bildquelle: © grinvalds/iStock

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