Frau mit Ventilator gegen Nachtschweiß

Nachtschweiß – Ursachen, Tipps und medizinische Behandlung

Nachtschweiß hat in der Regel harmlose Ursachen, kann in seltenen Fällen aber auch ein Anzeichen für ernsthafte Erkrankungen sein

Zum Arzt gehen sollten Sie vor allem dann, wenn das nächtliche Schwitzen häufig und gepaart mit anderen Symptomen wie Fieber oder Schmerzen auftritt.

In diesem Artikel finden Sie mögliche Ursachen für Nachtschweiß, Tipps, was Sie gegen das Schwitzen tun können und Gründe, ab wann eine medizinische Behandlung ratsam sein kann.

Was verursacht Nachtschweiß?

Das starke Schwitzen während der Nacht ist meist auf banale Ursachen zurückzuführen. Eine heiße Sommernacht, eine zu warme Bettdecke oder das ein oder andere Glas Alkohol sorgen dafür, dass wir im Schlaf übermäßig Schwitzen.

Auch psychische Ursachen wie Stress, Ärger oder Ängste können den Körper nachts in Wallungen bringen.

Ihre Alltags- und Schlafgewohnheiten spielen beim nächtlichen Schwitzen also eine große Rolle. Meist können Sie mit ein paar einfachen Tricks das nächtliche Schwitzen deutlich reduzieren.

Tipps gegen Nachtschweiß

Die folgenden Tipps können Sie selbst gegen das übermäßige Schwitzen anwenden:

  • Trinken Sie am Abend nur wenig, nehmen Sie dafür aber über den Tag verteilt ausreichend Flüssigkeit auf. Mindestens Eineinhalb bis zwei Liter Wasser täglich ist die empfohlene Trinkmenge.
  • Vermeiden Sie scharfe Gewürze und sehr fettige Speisen.
  • Bewegen Sie sich über den Tag verteilt möglichst viel und regelmäßig.
  • Auch Übergewicht und Rauchen fördern das nächtliche Schwitzen.
  • Zum Schlafen sollten Sie am besten etwas weitere, leichte Kleidung tragen, die aus natürlichen oder wärmeausgleichenden Materialien besteht.
  • Sofern Sie sehr stark schwitzen, legen Sie sich am besten frische Nacht- und Bettwäsche zum Wechseln bereit.
  • Die ideale Temperatur im Schlafzimmer liegt bei etwa 18 Grad. Denn der Körper kann nicht nur bei zu viel Wärme schwitzen, sondern auch bei zu kühlen Temperaturen.
  • Entspannungsübungen, ein schönes Buch oder beruhigende Musik helfen Ihnen dabei, sich zu entspannen – und beugen damit stressbedingtem Schwitzen vor.
  • Salbeitee hat den Ruf, nächtlichem Schwitzen vorzubeugen.

Oft sind die genannten Tipps bereits ausreichend um die nächtlichen Schweißausbrüchen deutlich zu reduzieren. In seltenen Fällen sind die Tipps nicht ausreichend und medizinische bzw. krankheitsbedingte Gründe sind die Ursache für das starke Schwitzen.

Welche medizinischen Ursachen gibt es für Nachtschweiß?

1. Hormone & Stoffwechsel

Nachtschweiß ist in den Wechseljahren (Klimakterium) eine typische Begleiterscheinung. Durch die Hormonumstellung spielt der Körper verrückt und Betroffene schwitzen deutlich stärker.

Auch in der Schwangerschaft ist Nachtschweiß durch die Hormonumstellung vergleichsweise normal.

2. Nachtschweiß bei Erkältungen

Sind Sie erkältet, dann kämpft Ihr Körper gegen die Viren an – gerade nachts, wenn Sie sich ausruhen. Dieser Prozess kann Nachtschweiß ohne Fieber verursachen.

3. Autoimmunkrankheiten & Krebs

Sehr ernsthafte Erkrankungen wie Rheuma oder Krebs können ebenfalls mit Nachtschweiß einhergehen. Allerdings tritt das starke Schwitzen beim Schlafen dann immer in Verbindung mit weiteren Symptomen und nie alleine auf.

4. Medikamente Nebenwirkungen

Auch die Einnahme von Medikamenten kann eine Ursache für das nächtliche Schwitzen sein. Präparate, die möglicherweise Nachtschweiß verursachen sind beispielsweise:

  • Antidepressiva,
  • Fiebersenkende Mittel (Paracetamol o.ä.),
  • Blutzuckersenkende Medikamente und
  • Mittel gegen Asthma oder Bronchitis.

5. Idiopathischer Nachtschweiß – das Schwitzen als Erkrankung

Wenn Sie in der Nacht stark schwitzen, muss das nicht immer ein Symptom für eine andere Erkrankung sein oder eine der oben aufgeführten Ursachen habe.

Auch das übermäßige Schwitzen an sich kann eine eigene Erkrankung sein, die Mediziner den idiopathischen Nachtschweiß nennen. Er tritt meist in Form regelrechter Schwitzattacken auf.

Das Problem: Für das Schwitzen lassen sich in diesem Fall keine eindeutigen Ursachen finden. Die Schweißdrüsen sind aus ungeklärten Gründen überaktiv – teilweise nicht nur in der Nacht, sondern auch tagsüber. Auch hier können insbesondere veränderte Lebens- und Schlafgewohnheiten wie bereits beschrieben dazu beitragen, die Schweißproduktion in der Nacht zu minimieren.

Wann sollte ich zum Arzt gehen?

Bei nächtlichen Schwitzattacken, die nur einmalig oder vereinzelt auftreten, müssen Sie sich in der Regel keine Sorgen machen.

Einen Arzt aufsuchen sollten Sie hingegen, wenn das übermäßige Schwitzen regelmäßig über einen längeren Zeitraum von mehreren Wochen anhält oder Sie an zusätzlichen Symptomen wie Fieber oder Schmerzen leiden. Auch bei besonders hoher Intensität des Schwitzens ist ein Arztbesuch ratsam.

Medizinische Behandlung von Nachtschweiß

Die direkte, medizinische Behandlung erfolgt immer auf Basis der ermittelten Ursache.

Liegt beispielsweise eine Nebenwirkung durch Medikamente nahe, können Sie die fragliche Medikation gemeinsam mit Ihrem Arzt anpassen.

Sind psychische Ursachen der Grund für das Schwitzen, sollte über eine entsprechende Psychotherapie nachgedacht werden.

Liegen den Schweißausbrüchen körperliche Krankheiten zugrunde, ist die Behandlung deutlich komplexer.

Ihr Hausarzt sollte dann in der Regel einen Spezialisten hinzuziehen. Das kann je nach Anfangsverdacht ein Facharzt für innere Medizin oder ein Spezialist für Hormon- und Stoffwechselerkrankungen sein. Auch Fachärzte für Nervenerkrankungen oder Blut- und Krebserkrankungen können unter Umständen tätig werden.

Fazit: Nachtschweiß – meistens harmlos, Beobachtung trotzdem sinnvoll

Nächtlicher Schweiß und ein damit verbundener unruhiger Schlaf haben meist harmlose Ursachen. Tritt das Schwitzen nur vereinzelt auf, löst sich das Problem meist nach einigen Nächten wieder von selbst oder lässt sich mit den beschriebenen Tipps, wie auf die optimale Schlafzimmertemperatur zu achten beheben.

Sollte Sie Ihren Nachtschweiß nicht in den Griff kriegen, ist der Gang zu einem Arzt empfehlenswert.

Bildquelle: © winston/fotolia.com

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