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Bei Vollmond einschlafen können

Mythos oder Wahrheit Teil 5: Bei Vollmond schläft man schlecht

Viele Menschen neigen dazu, bei Vollmond schlechter zu schlafen. Entweder schlafen sie später ein oder drehen sich im Bett von der einen auf die andere Seite, um zur Ruhe zu finden. Doch haben diese Probleme, die gehäuft in den Nächten um Vollmond vorkommen, tatsächlich auch etwas mit dem Mond zu tun?
Nicht betroffene Personen haben für Menschen, die von Vollmondschlafproblemen berichten, nur ein müdes Lächeln übrig. Doch Forscher aus Basel haben das Problem von immerhin circa 50 Prozent der Frauen und 25 Prozent der Männer einmal genauer untersucht.

Ergebnisse einer Studie zu Einschlafproblemen bei Vollmond

Die Schweizer Forscher fanden heraus, dass Menschen bei Vollmond im Schnitt fünf Minuten länger brauchen, um einzuschlafen und dass durch das ständige Hin und Her auf der Matratze auch rund 20 Minuten weniger geschlafen wird. Außerdem zeigten Untersuchungen der Hirnaktivität, dass die Tiefschlafphasen in Vollmondnächten abnehmen. Nicht zu vergessen ist auch der sinkende Melatoninspiegel, der bei der Steuerung von Schlaf- und Wachphasen eine wichtige Rolle spielt. Die Veränderung des Hormonhaushaltes sei laut der Studie ein erster verlässlicher Beweis dafür, dass Mondphasen tatsächlich Einfluss auf den Schlafrhythmus des Menschen haben.

Woher stammen die Schlafprobleme bei Vollmond?

Dem Mond an sich werden viele mysteriöse Eigenschaften zugeschrieben. Schlafwandler werden gern auch mal Mondsüchtige genannt und verlassen gehäuft zu den volleren Mondphasen ihre Matratze. Ähnlich sieht es auch bei den mondsensiblen Schläfern aus – von ihnen stammt auch die Aussage, bei Vollmond schlecht zu schlafen. Da der Mond tatsächlich für einige irdische Besonderheiten verantwortlich ist (z. B. Ebbe und Flut), ist es für viele nicht abwegig, auch von einer Wirkung auf den menschlichen Organismus auszugehen.

Welche Ursachen könnten die Einschlafprobleme haben?

Übernatürliche Kräfte, die vom Mond ausgehen könnten, sind bisher nicht untersucht worden. Vielmehr hat man sich auf eine spezifische These gestützt: Die Veränderung des Hormonhaushaltes, speziell des Melatonin-Spiegels.

Melatonin ist ein Hormon, dessen Bildung bei Licht gehemmt wird. Dieses Hormon ist allerdings unser sogenanntes „Einschlaf-Hormon“. Grundsätzlich können also die Schlafprobleme bei Vollmond auch mit der Helligkeit, die vom vollen Mond ausgeht, begründet werden. Aufgrund des geringen Melatonin-Spiegels entsteht eine den Schlaf störende Wirkung. Der Körper ist deswegen noch nicht auf Nacht eingestellt und hat daher Schwierigkeiten einzuschlafen. Zudem wird durch die vermehrte Lichteinstrahlung der Tag-Nacht-Rhythmus gestört.

Mythos oder Wahrheit?

Am Ende unserer Serie angekommen, wäre kein Artikel passender, als dieser. Haben Sie bemerkt, dass in jedem einzelnen „Mythos“, den wir Ihnen in den vergangenen Wochen vorgestellt haben, ein kleines bisschen Wahrheit mitgeschwungen ist?
Wenn wir heute schlecht schlafen, Probleme beim Einschlafen haben oder etwas mal wieder nicht so funktioniert, wie wir es uns vorgestellt haben, suchen wir schnell nach der Ursache. Da wird Elektrosmog zum Schlafkiller, dem Mond wird Mitschuld zugesprochen und so weiter.

Wie sagt man so schön: Einbildung ist auch eine Bildung. Vieles tritt ein, weil wir daran denken und glauben. Das kann gut, wie zum Beispiel beim Lernen im Schlaf sein, oder aber unschön, wie bei Einschlafproblemen bei Vollmond. Man nennt dieses Phänomen auch die „selbsterfüllende Prophezeiung“. Ob diese allerdings ein Mythos oder ein reales Phänomen ist, das ist noch nicht hinreichend untersucht.

Unser Tipp für Sie

Versuchen Sie reale Faktoren, wie zum Beispiel eine schlechte Matratze, Lärm oder eine falsche Temperatur im Schlafzimmer zu vermeiden und entspannen Sie sich. Es bringt Ihnen keinen Bonusschlaf, wenn Sie zu sehr damit beschäftigt sind, nun endlich einschlafen zu wollen – egal ob es vor oder nach Mitternacht oder mehr oder weniger als acht Stunden Schlaf sind.

Wenn Sie partout nicht einschlafen können, haben wir Ihnen bereits in einem früheren Blogartikel hilfreiche Hinweise gegeben, die helfen, besser einzuschlafen.

Wir wünschen Ihnen erholsame Nächte

Bildquelle: © Gellinger/pixabay.com

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