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Vor MItternacht einschlafen, ist gesund

Mythos oder Wahrheit Teil 3: Vor Mitternacht einschlafen ist gesund

Es ist Wochenende, Sie haben nichts vor, müssen am nächsten Morgen nicht früh aufstehen und Sie zwingen sich trotzdem gegen elf Uhr ins Bett, obwohl Sie noch nicht besonders müde sind? Ob der Zeitpunkt des Einschlafens tatsächlich etwas mit der Schlafqualität zu tun hat und somit auch auf unsere Gesundheit Einfluss hat, werden wir in diesem Blogartikel einmal genauer beleuchten.Die Annahme besagt, dass es gesünder ist, vor Mitternacht einzuschlafen. Ähnlich wie auch der Mythos, den wir als Erstes vorgestellt haben (der Mensch braucht acht Stunden Schlaf), baut diese Aussage Druck auf. Nämlich dann, wenn Sie sich auf Ihrer Matratze hin und her wälzen, nicht einschlafen können und die Zeiger der Zwölf immer näherkommen. Durch den selbst auferlegten Zwang einschlafen zu müssen, hemmen Sie den Entspannungsfaktor und liegen im schlimmsten Fall irgendwann fluchend und putzmunter auf Ihrer kuscheligen Matratze.

Woher kommt die Idee um das Einschlafen vor zwölf Uhr?

Der Gedanke dahinter stammt aus der Zeit, in der die Menschen noch richtige Frühaufsteher waren: mit den Hühnern in die Federn, mit den Hühnern wieder auf, wie es so schön heißt. Da es zu dieser Zeit noch keine volle Versorgung mit Elektrizität gab, konnte man ohnehin wenig in den dunklen Stunden unternehmen. Durch die völlige Dunkelheit und Ruhe (kein TV, Internet und Co.) kuschelte man sich so bereits vor zwölf Uhr auf die Matratze.

Wieso besteht der Glaube daran noch heute?

Weil die Aussage auf einige Menschen, je nach Aufwachzeitpunkt, tatsächlich zutreffen kann. In unserer Leistungsgesellschaft wird vermehrtes Schlafen bzw. langes Schlafen mit Faulheit assoziiert, daher wird in vielen Branchen Wert darauf gelegt, früh anzufangen. Die für unsere Regeneration so wichtigen Tiefschlafphasen treten vermehrt und qualitativ hochwertiger in den ersten fünf Stunden Schlaf auf. Da bei Vielen der Wecker gegen 5 oder 6 Uhr morgens klingelt, ist es nicht ganz weit hergeholt zu behaupten, dass der Schlaf vor Mitternacht am gesündesten ist.

Unser Schlafrhythmus hängt von vielen Faktoren ab. Grundsätzlich ist er aber immer ähnlich und hängt nicht von der Uhrzeit ab, zu der Sie Ihre Matratze aufsuchen und versuchen einzuschlafen, sondern eher von Ihrer inneren Uhr. Einigen Personengruppen ist kaum möglich, immer vor Mitternacht zu schlafen – hier wären Schichtarbeiter zu nennen.

Grundsätzlich ist es egal, zu welcher Uhrzeit Sie das Bett aufsuchen. Solange Sie einen ruhigen und tiefen Schlaf haben, in dem die Tiefschlafphasen nicht zu kurz kommen, können Sie auch später ins Bett gehen.

Was ist das Entscheidende an der Tiefschlafphase?

Die Phase, in der sich Ihr Körper regeneriert, ist die Tiefschlafphase. Sie ist für Ihr Gefühl am Morgen entscheidend. In dieser Phase, die bei einer guten Schlafqualität bis zu acht Mal in der Nacht erreicht werden kann, fahren Puls- und Atemfrequenz nach unten und der Blutdruck sinkt. Das „Herunterfahren“ des Körpers schont Zellen und Organe. Im Vergleich zu den anderen Phasen des Schlafes liegen Sie tiefenentspannt auf Ihrer Matratze.

Die anderen Phasen des Schlafes sind näher am Zustand des Wachseins. Ihr Gehirn ist aktiv, die Herzfrequenz sowie die Intensität der Atmung nehmen wieder zu, der Puls steigt und Ihre Augenlider flackern. In dieser Phase träumen Sie meist und bereiten sich mehr auf den Tag vor.

Je intensiver Sie in die Tiefschlafphasen einsinken können, desto ausgeschlafener werden Sie am Morgen die Matratze verlassen können. Denn Sie haben Ihrem Körper genug Zeit zum Regenerieren gegeben und er konnte sich so fit für den neuen Tag machen.

Tipp für einen erholsamen Schlaf

Egal ob Sie dem Mythos nun Glauben schenken möchten oder nicht: Das Wichtigste ist, auf Ihre innere Uhr zu hören. Was bringt es Ihnen, auf der Matratze zu liegen und sich selbst Druck zu machen, damit Sie vor Mitternacht einschlafen? Gehen Sie ins Bett, wenn Sie müde sind – Ihre innere Uhr wird Ihnen den Zeitpunkt mitteilen. Versuchen Sie außerdem einen Schlafrhythmus zu entwickeln, der darauf abzielt, den Körper bzw. die innere Uhr so zu konditionieren, dass Sie zur gleichen Zeit schlafen gehen und zur gleichen Zeit am nächsten Morgen wieder aufstehen.

Keine Sorge, Wochenendausnahmen sind kein Problem …

Bildquelle: © monoar/pixabay.com

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