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Matratze bei Rückenschmerzen

Mythos oder Wahrheit Teil 2: Bei Rückenschmerzen greift man am besten zu harten Matratzen

Sie leiden unter Rückenschmerzen und sind auf der Suche nach der richtigen Matratze, die Ihren schmerzenden Rücken optimal unterstützt? Eine harte Matratze ist nicht zwingend die beste Wahl. Wir geben Ihnen eine individuellere Empfehlung.Der Mythos, bei Rückenschmerzen zu einer härteren Matratze zu greifen, stammt noch aus früheren Zeiten. Da waren die Matratzen noch aus anderen Materialien gefertigt und hatten bei Weitem noch nicht den qualitativen Standard, den die meisten Matratzen heute aufweisen können. Die Materialien von früher ließen sich relativ leicht zusammendrücken, sodass Sie an Körperstellen, die eine starke Stützfunktion benötigen, keine Stützung gewährleisten konnten. Das Resultat: Auf diesen Matratzen lag man meist in einer tiefen Kuhle, ähnlich wie in einer Hängematte.

Warum empfahl man harte Matratzen?

Gerade die mangelnde Qualität der Matratzen, der falsche Härtegrad und/oder Kuhlen sind häufige Gründe für Rückerschmerzen. Sind diese erst einmal da, so sind sie sehr hartnäckig. Da die Nachgiebigkeit der Matratzen früher häufiger Auslöser von Rückenschmerzen war, kam man bald auf die Idee, Bretter unter die Matratze zu legen, sodass der Hängematten-Effekt ausgebremst wurde. Auch die Matratzen selbst wirkten durch das darunterliegende Brett natürlich härter. Der Irrglaube, bei Rückenschmerzen auf harte Matratzen zurückzugreifen, war geboren.

Welcher Matratzen-Härtegrad ist bei Rückenschmerzen zu empfehlen?

Grundsätzlich kann man sagen: Sie haben die perfekte Matratze gefunden, wenn sich Matratze und Körper harmonisch aneinander anpassen, sprich: Sie empfinden die Matratze weder als zu weich, noch als zu hart.

Bei zu harten Matratzen besteht das Problem, dass das harte Material der Matratzen gegen Ihren Körper arbeitet. Um die Wirbelsäule in ihrer Form zu stützen, müssen Hüften und Schultern leicht in die Matratze einsinken können. Ist die Matratze zu fest, dann gerät die Wirbelsäule in eine unnatürliche Haltung. Zusätzlich werden die Druckpunkte am Körper zu stark belastet, was zu Durchblutungsstörungen führen kann und dadurch den Körper erheblich in seiner nächtlichen Regeneration beeinträchtigt. In Rückenlage beispielsweise kann der Lendenwirbelbereich auf einer zu harten Matratze nicht genügend einsinken, er erhält nicht ausreichend Stützung. Auch die Position des Kopfes spielt eine wesentliche Rolle. Liegt er nicht entspannt bzw. knickt er leicht ab, wirken die ganze Nacht über verschiedene Rückenmuskeln an der Haltearbeit des Kopfes mit. Dies führt auf Dauer zu starken Verspannungen, welche wiederum Gründe für Kopf- und Rückenschmerzen sein können.

Aber auch zu weiche Matratzen sind bei Rückenschmerzen nicht zu empfehlen. Durch das verstärkte Einsinken von Hüften und Schultern kommt es zu einer Krümmung der Wirbelsäule. Darüber hinaus verfügen zu weiche Matratzen über eine unzureichende Stützfunktion. Die verschiedenen Muskelgruppen können sich über Nacht nicht regenerieren, da sie permanent versuchen, dieses Defizit auszugleichen.

Sie sehen, weder zu weich noch zu hart sollte Ihre Matratze sein – egal, ob Sie bereits an Rückenschmerzen leiden oder nicht. Welcher Härtegrad für Sie der richtige ist, lässt sich nicht pauschalisieren. Nicht nur das individuelle Liegeempfinden spielt eine Rolle, sondern auch die Besonderheiten des Körperbaus sowie die bevorzugte Liegeposition sollten zur Bestimmung des Härtegrades Berücksichtigung finden. Um Sie bei der Suche nach der richtigen Kaltschaummatratze zu unterstützen, haben wir einen Härtegrad-Konfigurator entwickelt, der alle diese Faktoren sowie persönliche Vorzüge berücksichtigt.

Eine rückenschonende Matratze sollte Ihrem Körperdruck ohne starkes Entgegenwirken nachgeben, sodass die Wirbelsäule ausreichend, aber nicht zu stark gestützt wird. Dadurch können Sie Verspannungen entgegenwirken und dafür sorgen, dass Sie ausgeschlafen aufwachen.

Aber Achtung: Die Härtegrade von Matratzen sind nicht genormt. Jeder Matratzenhersteller definiert eigene Festigkeiten seiner Modelle, die somit nur unter sich zum Vergleich geeignet sind. Wir empfehlen Ihnen daher, sich ausreichend beraten zu lassen und am besten ausgiebig auf der Matratze Ihrer Wahl Probe zu schlafen.

Wir halten noch einmal fest: Bei Rückenschmerzen zu einer harten Matratze zu greifen ist ein Mythos, der aus alten Zeiten mit qualitativ schlechten Matratzen stammt. Viel eher sollten Sie nach der individuell auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Matratze suchen.

Bildquelle: © rhythmuswege/pixabay.com

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