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Frau beim Mittagsschlaf auf der Couch

Mittagsschlaf – als Kind gehasst, heute unbezahlbar

Wie sieht es bei Ihnen aus? Haben Sie noch regelmäßig Zeit mittags zu schlafen? Während für Babys und kleine Kinder der Mittagsschlaf genauso zum Tagesrhythmus gehört, wie sich zur Nacht zur Ruhe zu legen, gibt es für langsam größer werdende Kinder nicht schlimmeres, als Mittags ins Bett verbannt zu werden. Irgendwann, mit weiter voranschreitendem Alter, dann der Knick, was würden Sie heute alles für ein paar ruhige Minuten zur Mittagszeit geben?

Wenn Sie sich als erwachsener Mensch tagsüber einen Mittagsschlaf gönnen, werden Sie unter Umständen kritisch beäugt. Sie werden dann als faul eingeschätzt, obwohl bereits mithilfe vieler Studien nachgewiesen werden konnte, dass unser Körper den kurzen Tagesschlaf braucht. Viele Unternehmen reagieren mittlerweile auf die nachgewiesene positive Auswirkung vom Mittagsschlaf mit eingerichteten Ruheräumen, doch aufgrund der Tabuisierung des Themas herrscht dort meist gähnende Leere. Und das, obwohl die meisten Menschen sogar körperlich spüren, dass sie um eine bestimmte Uhrzeit eigentlich einen Mittagsschlaf bräuchten. Erkennbar wird das in der Regel daran, dass sie meist zur Mittagszeit ein kleines Leistungstief haben und müde werden.

Warum sollten Sie mittags schlafen?

Wenn Sie müde werden und sich dazu zwingen, nicht einzuschlafen, versetzen Sie Ihren Körper in eine Art Stresssituation. Dies schadet Ihnen allerdings. Ihr Biorhythmus ist darauf eingestellt, zwei Mal am Tag zu schlafen – zur Nacht und zum Mittag. Je nachdem, ob Sie eher der Typ Lerche oder Eule sind, kommt das bereits angesprochene Mittagstief früher oder später. Gleich bleibt allerdings bei allen Typen, dass der Körper durch den kleinen sogenannten Powernap seinen Energiehaushalt wieder füllt und somit genug Kraft besitzt, den Rest des Tages durchzustehen. Außerdem haben Menschen, die regelmäßig einen Mittagsschlaf halten, ein geringeres Risiko an einer Herz-Kreislauf-Störung zu erkranken als Menschen, die nur den Nachtschlaf zur Erholung und Entspannung nutzen.

Und wenn ein Mittagsschlaf nicht drin ist?

Dass die Kollegin zu Beginn des Tages noch fröhlich durch die Büroräume zieht, während sie zum Mittag lieber nicht mehr angesprochen werden sollte, ist bestimmt einigen von uns bekannt. Denkt man länger über dieses Szenario nach, fällt auf, dass so manch einer gegen Nachmittag grimmiger oder schneller genervt ist. Normale Anforderungen des Alltags können nach dem Mittag schon mal zu schweren Herausforderungen werden. Und das nicht nur, weil das Mittagessen zu üppig ausgefallen ist. Ergebnis der unterdrückten Müdigkeit ist häufig eine erhöhte Reizbarkeit, die im schlimmsten Fall zu kleineren mittäglichen Depressionen führen kann: Denn die Arbeit wird unkonzentrierter erledigt, es unterlaufen häufiger Produktionsfehler oder kleinere Unfälle. In einigen Branchen kann das richtig gefährlich werden …Natürlich wäre ein Mittagsschlaf sie ideale Lösung, ist aber nun einmal in den meisten Fällen nicht möglich. Aber es gibt Alternativen. Bemerken Sie bei sich, Ihren Kollegen, Freunden oder Verwandten mittags vermehrt kleine Fehler im Arbeitsfluss, sollten Sie sich über das Thema Powernapping informieren und nach Lösungen suchen, wie Sie die kurze Schlafpause in Ihren Arbeitsalltag integrieren können.

Powernapping statt ausgiebiger Mittagsschlaf

Beim Mittagsschlaf geht es nicht darum, den Körper stundenlang in einen Ruhezustand zu versetzen. Vielmehr geht es um eine Art „Reset“-Vorgang, der dabei unterstützt, den bisherigen Tagesstress abzubauen. Dies gelingt bereits nach kurzer Zeit, denn Sie müssen mittags nicht wie in der Nacht, sämtliche körperlichen Funktionen vom kompletten Tag zurücksetzen und sich tiefenentspannen, sondern sollen lediglich Ihren Geist „erfrischen“. Forscher gehen davon aus, dass Sie Ihre Leistungsfähigkeit bereits durch 20 Minuten Mittagsschlaf, eben durch ein kurzes Powernapping, enorm verbessern können. Überschreiten Sie diese Zeit, erholen sich nicht nur Ihre geistigen Funktionen und das Stresslevel sinkt, Sie fahren sogar sämtliche Körperfunktionen herunter, wie es beim Nachtschlaf der Fall ist. Ein zu langer Mittagsschlaf sollte es dann aber auch wieder nicht sein! Speziell Frauen im frühen Rentenalter sollten Studien zufolge einen allzu langen Mittagsschlaf vermeiden. Forscher haben herausgefunden, dass das Sterberisiko bei Frauen ab 69 Jahren steigt, wenn sie mittags richtig tief schlafen.

Eine kleine Ausnahme gibt es noch für die 20-Minuten-Faustregel. Ist Ihr Nachtschlaf einmal zu kurz geraten, kann das Defizit auch durch einen längeren Mittagsschlaf ausgeglichen werden.

Sie sehen, es gibt einige gute Gründe für den täglichen Mittagsschlaf. Enttabuisieren Sie das Thema also in Ihrem Kopf und nehmen Sie sich die benötigte Auszeit am Mittag, wenn Sie die Möglichkeit haben. Als Unterlage müssen Sie ja nicht gleich eine richtige Matratze unterm Schreibtisch liegen haben, bequem zurücklehnen könnte schon ausreichen. Probieren Sie mal Folgende Tipps, um mittags guten Gewissens zu neuer Frische zu finden:

Tipps zum Einschlafen

1.)    Kämpfen Sie nicht mehr gegen Ihr mittägliches Leistungstief an, freuen Sie sich lieber auf Ihren neuen Powernap-Frischekick
2.)    Enttabuisieren Sie das Thema Mittagsschlaf – nicht nur in Ihrem Kopf, sondern auch in Ihrem Umfeld.
3.)    Verbannen Sie das schlechte Gewissen, wenn Sie Ihrem Körper das geben, was er braucht. Sie sind nicht faul, nur weil Sie mittags schlafen!
4.)    Nehmen Sie sich etwa 20 Minuten für Ihr Nickerchen – das ist ausreichend und in (nahezu) jeden Alltag integrierbar. Auch an der Arbeit gibt es gesetzliche Pausenzeiten, die Sie zur freien Verfügung haben.
5.)    Schalten Sie die Welt um sich herum ab: Füße hoch, Licht und Ton aus!
6.)    Stressen Sie sich nicht! Leichtes Dösen/Ruhen reicht schon aus, um den Körper zu „resetten“.

Weitere Tipps zum Einschlafen erhalten Sie in unserem Blog-Artikel „Endlich schneller einschlafen“.

Bildquelle: © 2mmedia/fotolia.com

2 Kommentare zu “Mittagsschlaf – als Kind gehasst, heute unbezahlbar

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