Der Artikel wurde erfolgreich in den Warenkorb gelegt
Ihr Warenkorb ist leer
Winterdepressionen beim schlafen

Leiden Sie unter Winterdepressionen?

Draußen wird es wieder kälter und vor allem von Tag zu Tag dunkler. Auch wenn erst kürzlich die Uhr umgestellt wurde und wir morgens ein paar helle Stunden gewonnen haben, ist dieser Luxus doch recht schnell wieder verflogen. Wir igeln uns noch einmal schön in unsere Decke ein und machen es uns auf unserer bequemen Matratze noch einmal so richtig gemütlich. Manchmal fühlen wir uns in den dunklen Monaten sogar regelrecht depressiv, manche Menschen machen auch nur eine Art Winterblues mit.
Ob solche Verstimmungen tatsächlich Anzeichen einer Depression sind oder ob es sich doch um die leichtere Form – also einen Winterblues – handelt, betrachten wir in diesem Artikel näher. Dabei gehen wir auf die Symptome von Winterdepressionen ein, klären wo sie herkommen und sagen Ihnen, wie Sie sie wieder los werden.

Symptome von Winterdepressionen

Einige der Symptome dieser jahreszeitlichen Verstimmung ähneln sehr denen anderer Formen von Depressionen. Die allgemein gedrückte Stimmung schlägt sich auf den kompletten Alltag der Betroffenen nieder: Schon das morgendliche Aufstehen wird zum Graus. Antriebslosigkeit, Freudlosigkeit und Mutlosigkeit ziehen sich wie ein grauer Schleier über Betroffene und lassen ihnen oftmals kaum Raum für helle, fröhliche Momente. Es gibt allerdings zwei Symptome, durch die sich eine Winterdepression von anderen Formen der Depression unterscheidet: das Schlafbedürfnis und der Appetit.
Schlafstörungen sind ein klassisches Symptom von Depressionen. Einschlafen und Durchschlafen wird bei vielen Betroffenen schier zur Unmöglichkeit. Bei Winterdepressionen ist es genau umgekehrt: Betroffene haben ein weitaus höheres Schlafbedürfnis. Egal zu welcher Tageszeit und wie viel sie bereits geschlafen haben, ob sie es sich im Bett, auf der Matratze oder nur auf  der Couch bequem gemacht haben – Schlaf ist allgegenwärtig.

Auch wenn Bekannte oder Angehörige der Meinung sind, dass der Betroffene doch irgendwann einmal „ausgeschlafen“ haben muss, so ist dies bei an Winterdepression leidenden Menschen leider nicht der Fall. Denn obwohl sie immer wieder das Bett aufsuchen und sich auf Ihrer Matratze lang machen, wird dieser Schlaf als nicht besonders erholsam empfunden.

Auch beim Appetit gibt es Unterschiede. Während bei nicht saisonal auftretenden Beschwerden viele Betroffene unter Appetitlosigkeit leiden, klagen Menschen mit Winterdepression über einen gesteigerten Appetit. Dabei greifen sie am liebsten zu Süßem und kohlenhydratreicher Nahrung. Daher ist in den Wintermonaten eine Gewichtszunahme häufig  zu beobachten.
Verallgemeinert kann gesagt werden, dass die Stärke der auftretenden Symptome über die Stärke der Depression entscheidet. Winterdepressionen treten ausschließlich im Herbst und Winter auf. Kommen die Symptome also einzig in den kalten Monaten vor, kann man eine andere Form der Depression ausschließen. Je nach Ausprägung sprechen die Symptome dann für eine mehr oder weniger stark ausgeprägte Winterdepression. Wird es im Frühling wieder wärmer und die Tage länger, verschwinden die belastenden Gefühle der letzten Wochen so schnell, wie sie auch gekommen sind. Um also etwas gegen die Symptomatik unternehmen zu können, sollte man sich die Ursachen für eine immer wiederkehrende Winterdepression bzw. Winterblues bewusst machen.

Ursachen von Winterdepressionen

Während die Ursachen für Depressionen im Allgemeinen sehr vielfältig sein können (genetische Veranlagung, Hormone, schwere Verluste, traumatische Ereignisse), ist der Auslöser für Winterdepressionen ziemlich eindeutig: das wenige Tageslicht.
Tageslicht bzw. UV-Strahlung verändert unseren Hormonhaushalt und hat somit auch Einfluss auf unsere innere Uhr: Am Tag werden Hormone gebildet, die uns munter machen; wird es hingegen dunkel, steigt der Spiegel eines Hormons an, das uns müde macht und die Konzentration des Wachmacherhormons sinkt. Die Rede ist von Serotonin und Melatonin. Während das Tageslicht die Ausschüttung von Serotonin anregt – einem Hormon, das eine ähnliche Wirkung wie Endorphine (Glückshormone) hat – wird beim Sonnenuntergang die Ausschüttung des Müde-Macher-Hormons Melatonin angeregt.

Behandlung von Winterdepressionen

Anders als bei vielen anderen psychischen Erkrankungen kann man Winterdepressionen sehr konkret an einer Ursache festmachen. Das aber bedeutet auch: Sie können gezielt dagegen vorgehen. Verkriechen Sie sich nicht, denn damit würden Sie die negativen Gefühle nur noch verstärken. Sie brauchen Bewegung, am besten draußen, denn da profitieren Sie gleich doppelt. Ihnen fehlt Licht. Also runter von der Matratze und raus in die Sonne. Auch wenn Sie sie aufgrund von Wolken nicht sehen können, Ihr Organismus wird von der Wirkung des Tageslichts bei gleichzeitiger Bewegung profitieren und die Ausschüttung des Serotonins wird angeregt.
Der benötigte Lichtbedarf kann darüber hinaus bei schweren Fällen von Winterdepression auch mittels Lichttherapie aufgestockt werden. Mit speziellen Lampen, sogenannten Vollspektrumlampen mit einer sehr hohen Lux-Intensität, können Sie auch von Zuhause aus das nötige Serotonin erhaschen. Währenddessen können Sie zum Beispiel frühstücken oder lesen – vor der Lampe zu sitzen, erzielt bereits bei fünf Minuten am Tag den gewünschten Effekt.
Ansonsten sollten Sie auf eine gesunde, abwechslungsreiche Ernährung achten. Frisches Obst und Gemüse eignen sich dabei hervorragend – auch ein paar Stückchen Schokolade sind erlaubt und zu empfehlen.
Ihr Gehirn reagiert auch auf Farben, Töne und Gerüche – beziehen Sie also jedes Sinnesorgan ein. Versuchen Sie zum Beispiel bunte Farben in Ihre Umgebung zu bringen. Ein neues rotes T-Shirt oder die gelbe Tischdecke auf dem Frühstückstisch genügen schon. Mit bunten Blumen können Sie nicht nur Ihr Auge ansprechen, sondern auch Ihrer Nase etwas Gutes tun. Als besonders gemütsaufhellend werden Gerüche wie Bergamotte oder Jasminöl verstanden.  Und wie könnte es anders sein, darf für die Ohren natürlich Musik nicht fehlen.
Also suchen Sie sich ein paar schnelle Gute-Laune-Songs, bespielen Sie Ihren iPod, gehen Sie raus und tanzen Sie mit dem neuen T-Shirt durch Stadt.

Bildquelle: fotolia.com/ © farbkombinat

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*



*