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Bei einer wichtigen bevorstehenden Entscheidung, einfach mal eine Nacht darüber schlafen!

Einfach mal eine Nacht drüber schlafen …

Ja, wer kennt das nicht. Eine wichtige Entscheidung steht aus – im privaten oder beruflichen Umfeld. Nach langem Hin-und-her-Grübeln und Gesprächen mit Freunden und Familie stellt sich momentan nur eine Lösung als sinnvoll heraus: Noch mal eine Nacht drüber zu schlafen.
Klingt komisch, aber sicher haben auch Sie diesen Spruch schon das eine oder andere Mal gehört oder sich vielleicht selbst in einigen Situationen diese kleine Schonfrist gegönnt. Doch sind wir am nächsten Morgen wirklich klüger?

Die Qual der Wahl einfach wegschlafen

Auch das Sprichwort „Der Morgen ist klüger als der Abend“ zielt darauf ab, dass sich in der Nacht, während Sie es sich schlafend auf Ihrer Matratze bequem gemacht haben, etwas in Ihrem Kopf tut. Und das ist gar nicht so weit hergeholt …

Die Sozialpsychologen Maarten Bos und Amy Cuddy sind dem Phänomen in einer Studie einmal auf den Grund gegangen. Dabei wurden Versuchsgruppen vor eine Entscheidung gestellt und Pro- und Contra-Argumente genannt. Die „spontane“ Gruppe entschied sich überwiegend für die Seite, der die meisten positiven Attribute zugeschrieben wurden. Die Gruppe, die noch eine Nacht über die Entscheidung nachdenken konnte, wählte eher die andere Seite, die zwar über insgesamt weniger positive, dafür aber relevantere Attribute verfügte. Man erklärte dieses Entscheidungsverhalten damit, dass in der Nacht auch unbewusste Informationen mit in eine Entscheidung einfließen, die spontan nicht sofort ins Gewicht fallen würden.

Was passiert nachts auf der Matratze?

Nachdem wir uns abends nach einem langen Tag gemütlich auf unsere Matratze gekuschelt haben und bald darauf einschlafen, beginnt unser Gehirn, sich auch mit Informationen zu beschäftigen, die es tagsüber unbewusst wahrgenommen hat. Dabei stellt es nahezu konditioniert die einzelnen Pro- und Contra-Argumente gegenüber, die uns den Tag über unbewusst beschäftigt haben. Dabei kann das Gehirn zwischen wichtigen und unwichtigen Informationen trennen, was gerade für die Entscheidungsfindung von Vorteil ist.

Mit ein wenig zeitlichem Abstand können die Dinge aus anderen Perspektiven betrachtet werden, die häufig andere Denkweisen eröffnen. Auch Emotionen werden dabei nicht mehr überhitzt beigesteuert, denn der Hormonhaushalt hat sich wieder reguliert. Wichtige Entscheidungen sollten Sie daher ohnehin nicht überstützt treffen.

So treffen Sie Entscheidungen

Versuchen Sie sich einen umfangreichen Überblick zu verschaffen. Sammeln Sie dafür alle notwendigen Informationen und eignen Sie sich spezielles Fachwissen an. Wenn Sie dann darüber schlafen, geben Sie Ihrem Gehirn Zeit, alle Informationen zu verarbeiten. Unser Unterbewusstsein kann dabei eine Vielzahl an Infos verarbeiten. Aber Achtung: Unser Gehirn ist nicht penibel! Nach einer „Entscheidungsnacht“ sollten Sie unbedingt noch mal alle Fakten prüfen und erst dann eine endgültige Entscheidung treffen.

Was sollten Sie darüber hinaus beachten?

Schlafen Sie unbedingt genügend. Nur mit ausreichend Schlaf, der zudem eine hohe Qualität hat (viele/lange Tiefschlafphasen), können alle Informationen abgerufen und zusammengesetzt werden. Der Transport des Problems in die Tiefschlafphase muss durch einen ungestörten Schlaf gewährleistet werden. Achten Sie auch auf eine gute Schlafatmosphäre. Wenn Sie sich nicht wohlfühlen, entspannt Ihr Körper nicht und die Tiefschlafphasen verkürzen sich. Damit Sie also besser einschlafen, sollten Sie unbedingt auch auf die richtige Matratze und ein bequemes Bett achten.

Manchmal genügt es auch, ein paar Stunden vergehen zu lassen und dann eine Entscheidung zu treffen. Mit einem gewissen Abstand können Sie einen Perspektivwechsel erreichen und so den Tunnelblick vermeiden. Außerdem treten Emotionen in den Hintergrund. Sie entscheiden also rationaler.

Bildquelle: © deagreez/fotolia.com

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