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Der Mythos Traumdeutung

Was ist dran am Mythos Traumdeutung?

Ist es nun ein Mythos oder ist tatsächlich etwas dran an der Traumdeutung, die seit der Veröffentlichung „Die Traumdeutung“ von Siegmund Freud bei immer mehr Menschen Befürwortung hervorruft. Wir klären heute auf, seit wann Menschen Träume deuten, welche verschiedenen Anschauungen es gibt und was Sie künftig aus Ihren Träumen mitnehmen können.

Jeder Mensch träumt. Egal ob jung oder alt, auch wenn die Häufigkeit mit zunehmenden Alter abnimmt, so ist das Träumen doch allen bekannt. Im Allgemeinen erinnern sich übrigens Frauen häufiger als Männer an das in der Nacht Geträumte.

Wenn wir mal ehrlich zu uns selbst sind, haben wir uns ganz sicher schon mindestens einmal am Morgen nach einem verrückten Traum gefragt: „Was hat das zu bedeuten?“ Indirekt beschäftigen wir uns also alle mit Traumdeutung und vermuten, dass wir aus unseren Träumen lernen können. Doch beginnen wir einfach mal am Anfang und zeigen noch heute kontroverse Anschauungen dazu auf.

Die Geschichte und Anschauungen von Traumdeutung

Schon seit Jahrtausenden von Jahren versuchen Wissenschaftler, das Phänomen von Träumen zu ergründen. Bereits 4000 v. Chr. hielt man eine Traumaufzeichnung für besonders wichtig und nicht Siegmund Freud war zu Beginn des 20. Jahrhunderts der erste, der ein Traumdeutungsbuch schrieb, nein, bereits 1300 v. Chr. wurde das erste dieser Art verfasst.

Nicht nur wissenschaftliche Unstimmigkeiten herrschen zur Traumbedeutung, auch theologische und religiöse Aspekte spielen dabei eine wichtige Rolle.

Die theologisch-religiöse Traumdeutung

Hier gibt es sehr kontroverse Einstellungen, grundlegend haben sie jedoch alle gemein, dass sie davon ausgehen, dass Träume von Göttern als Nachricht gesandt werden.

Der berühmteste Arzt des Altertums – Hippokrates – sagte um etwa 460 v. Chr., dass Träume den Ausbruch von Krankheiten im Körper vorhersehen.

Der griechische Philosoph Platon, der etwa 400 v. Chr. lebte, ging davon aus, dass Träume die wahre Natur des Menschen widerspiegeln, da sie unbewusst passieren..

Ungefähr zur gleichen Zeit bestand Aristoteles darauf, dass Träume als rein physiologische Vorgänge anzusehen seien.

Artemidor von Daldis war ein Traumdeuter des 2. Jahrhunderts, er knüpfte an die Deutung von Platon an und sagte, dass sich die Inhalte der Träume immer auf den Träumer selbst bezögen.

Auch heute sind die religiösen Anschauungen rund um das Träumen sehr unterschiedlich und viele Ansätze umstritten. Während das Christentum davon ausgeht, dass Träume von Gott gesandt sind (man erkennt es an zahlreichen Stellen der Bibel), schließt sich der Buddhismus der Anschauung des griechischen Philosophen Platon an. Auch im Buddhismus geht man davon aus, dass Träume den wahren Charakter von Menschen widerspiegeln. Und der Islam hat eine ganz andere Anschauung: Hier geht man davon aus, dass Träume nichts anderes sind, als Beschäftigung für die Seele, in der Zeit, in der der Körper ruht.

Die wissenschaftliche Traumdeutung

Auch die wissenschaftlichen Annahmen gehen weit auseinander. Beginnen wir einfach bei dem, der die Traumdeutung an die große Masse gebracht hat und der auch heute noch die Anschauung von Vielen prägt: Siegmund Freud.

Mit seinem bereits erwähnten Buch „Die Traumdeutung“ hat er die Anschauung einer ganzen Generation geprägt und noch heute gehört die Auflistung verschiedener Symbole und Assoziationen zu einem gefragten Nachschlagewerk, Den von Freud konkret gemachten Deutungsversuchen steht zum Beispiel der Psychologe Alan Hobson gegenüber, der sagt, dass Träume nur zufällige Produkte von unkontrollierten Aktivitäten der Nervenzellen sind, die eben während der REM-Phase auftreten. Er geht dabei davon aus, dass das Gehirn mit Träumen lediglich versucht einen Sinn aus den chaotischen Signalen der Nervenzellen zu konstruieren.

Die heutigen Untersuchungen zum Thema Träume gehen meist davon aus, dass die grauen Zellen im Schlaf doch komplexer arbeiten, als bisher immer angenommen wurde. Träume scheinen entgegen der Feststellung von Hobson doch Verarbeitungen des Alltages zu sein. Doch nur, weil sie bestimmte Abläufe (bewusst oder unbewusst) des Tages wiedergeben, müssen sie noch lange keine übergeordnete Bedeutung haben und Sinn ergeben.

Grundsätzlich sollte jeder für sich selbst entscheiden, welche der hier vorgestellten Theorien und Anschauungen der eigenen am nächsten kommt. Ein Rätsel bleibt die Traumdeutung auf jeden Fall. Aber vielleicht können Ihre Träume Ihnen helfen, sich selbst besser kennenzulernen und wachsam zu bleiben. Die im Traum erschienenen Bilder können aufzeigen, sie müssen aber nicht, für welche (neuen) Dinge Sie im Moment offen sind und wie Sie Ihrem Leben möglicherweise einen neuen Impuls geben können.

Die Einteilung von Träumen

Träume können übrigens in drei verschiedene Gruppen aufgeteilt werden: Erfahrungs- und Erinnerungsträume, Wunschträume oder auch Ängstträume. Egal welche Art von Träumen sie Nacht für Nacht haben – die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse sprechen gegen eine tiefere Bedeutung, aber sie dürfen natürlich weiterhin an den tieferen Sinn des Träumens glauben und einfach weiter träumen …

Bildquelle: © Mysticsartdesign/pixabay.com

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