Bettdecke waschen – Waschtipps für Microfaser-, Feder- und Daunendecken

Wir nutzen Sie jeden Tag und sollten Sie spätestens alle drei bis vier Jahre waschen: die Bettdecke. Welche Temperatur dabei die richtige ist, wie Sie das passende Waschmittel auswählen und ob der Schleudergang eine gute Idee ist, zeigt der folgende Ratgeber.

Wann sollte ich die Bettdecke waschen?

Grundsätzlich ist es empfehlenswert, die Decke spätestens alle drei bis vier Jahre zu reinigen. Falls Sie vermehrt schwitzen und die Decke täglich beziehungsweise zu jeder Jahreszeit verwenden, sollten Sie etwas kürzere Abstände wählen. Auch nach einer langen Lagerung von mehreren Monaten lohnt es sich, die Bettdecke zu reinigen. Diese kann selbst nach einer langen Zeit, in der sie nicht genutzt wurde, unangenehme Gerüche entwickeln.

Sonderfall: Daunendecke

Bettdecken aus Daunen sollten Sie wiederum jährlich waschen, damit die Decke milbenfrei bleibt. Teilweise werden Daunendecken aber nicht das ganze Jahr über verwendet, da die Daunen im Sommer dann doch etwas warm sind. Verwenden Sie Feder- und Daunendecken nur halbjährlich oder in noch kürzeren Intervallen, reicht es, diese alle zwei bis drei Jahre zu waschen.

Anleitung: So waschen Sie Ihre Decke richtig

Bevor Sie Ihr Bettzeug in die Wäsche legen, müssen einige Vorbereitungen getroffen werden: Zunächst sollten Sie den Bezug gründlich auf Löcher oder Risse untersuchen. So vermeiden Sie, dass sich die Füllung einer defekten Bettdecke in Ihrer Waschmaschine verteilt und dort Beschädigungen verursacht. Kleine Risse lassen sich mit Nadel und Faden problemlos zusammennähen und verschließen.

Tipp: Sie sollten die Bettdecke einzeln und nicht zusammen mit anderen Textilien waschen.

Wie groß sollte die Trommel sein?

Große Trommeln sind in einer Waschmaschine ein Muss, um Bettdecken zu reinigen. Die Waschmaschine sollte ein Fassungsvermögen von mindestens fünf Kilogramm mitbringen.

Bei einer kleinen Waschmaschine besteht die Gefahr, dass sich der Stoff während des Waschvorgangs zu stark zusammenpresst. Die Folge einer zu kleinen Trommel, die Decke bleibt sehr nass und das Trocknen erfordert mehr Aufwand. Besonders bei hochsensiblen Füllungen aus Daunen oder Federn kann eine zu kleine Maschine fatale Folgen haben, da die Federkiele hierbei brechen oder verklumpen können.

Die eigene Maschine muss jedoch kein Luxusmodell sein, damit der Waschvorgang der Bettdecke gelingt. Eine handelsübliche, große Waschmaschine ist ausreichend. Ein Frontlader eignet sich dabei aber besser für die Reinigung der Bettwäsche als ein Toploader. Denn ein Toplader könnte die Bettwäsche durch die Bewegungsabläufe des Wascharms beschädigen.

Achtung: Einige Materialien haben in einer Waschmaschine nichts zu suchen: Sofern Sie Bambus-Bettzeug oder Stoffe aus Tierhaar, wie Kaschmir oder Schafswolle verwenden, sollten Sie diese nicht einfach in der Waschmaschine reinigen. Lesen Sie vorher aufmerksam die individuellen Waschhinweise.

Welches Waschmittel eignet sich für die Decken?

Die Wahl des richtigen Waschmittels hängt von dem Material der Bettdecke ab. Es ist aber grundsätzlich ratsam, ein Waschmittel ohne Aufheller zu verwenden. Sofern es sich um empfindliche Daunen handelt, greifen Sie am besten auf ein spezielles Wollwaschmittel oder Daunenwaschmittel zurück und verwenden keinen Weichspüler im Waschvorgang.

Zudem gilt bei Daunen:

  • Daunenbetten verfügen von Natur aus über einen schützenden Fettfilm und zeigen sich bei der Berührung mit Wasser sehr empfindlich.
  • Verwenden Sie daher besser ein spezielles Daunenwaschmittel, das frei von Enzymen ist.
  • So vermeiden Sie irreparable Schäden an dem natürlichen Fettfilm der Daunendecken.
  • Falls Sie kein spezielles Daunenwaschmittel zur Hand haben, können Sie alternativ auf weiches Waschmittel, das sich für Feinwäsche eignet, zurückgreifen.

Bei einem Federbett und anderen Stoffen reicht ein einfaches Voll- oder Feinwaschmittel aus, um die Verschmutzungen zu entfernen.

Hinweis: Bei Bettwaren aus Microfaser- oder Baumwollstoffen können Sie eine normale Menge Waschmittel nutzen. Für Feder- und Daunendecken ist es sinnvoll, nur eine geringe Menge Waschmittel ohne Weichspüler hinzuzugeben.

Welches ist die richtige Temperatur & Drehzahl beim Bettdecke waschen?

Ein optimales Waschergebnis erzielen Sie bei allen Decken, indem Sie die Drehzahl beim Waschen möglichst niedrig (400 bis 600 Umdrehungen pro Minute) halten. Für die richtige Temperatur beachten Sie stets die Hinweise des Etiketts, hier finden Sie die geeignete Gradzahl. Viele Materialien können Sie bei einer Temperatur von bis zu 60 Grad Celsius waschen, andere Stoffe sind nur bei 30 bis 40 Grad waschbar. Für die unterschiedlichen Materialien gelten folgende Richtwerte:

  • Decken aus synthetischen Stoffen wie Mikrofaser und Polyester dürfen Sie meist bei 60 °C waschen.
  • Kaschmir- und Seidenbettdecken sollten Sie nur bei 30 °C und einem schonenden Waschgang in der Maschine waschen.
  • Daunenbettdecken und Federbetten sind ebenfalls nur bei 30 °C waschbar.

Gibt es alternative Möglichkeiten zum Waschen von Bettdecken?

Handelt es sich bei Ihren Bettwaren um Übergrößen, etwa im Format 135 x 220 oder 155 x 200, so ist es unter Umständen sinnvoller, diese in die Hände einer professionellen Reinigung zu geben.

Tipp: Wenn Sie Ihre Bettdecke Zuhause waschen wollen, können Sie alternativ zur Waschmaschine auch Ihre Badewanne nutzen. Die Decke sollte nicht länger als eine Stunde im Wasser zusammen mit einem weichen Waschmittel einweichen. Anschließend gilt es, die Decke gründlich mit klarem Wasser auszuspülen, um die Rückstände des Waschmittels zu entfernen.

So gelingt das richtige Trocknen

Nachdem die Bettwäsche gewaschen ist, sollten Sie sich ausreichend Zeit nehmen, diese zu trocknen. Legen Sie die Bettdecke dazu in einen handelsüblichen Trockner ein.

Der Trockenvorgang bewirkt ein leichtes Aufschütteln des Materials und erwärmt die Füllung. Auch hier empfiehlt es sich bei Daunenbettwäsche, einen sauberen Tennisball mit in den Trockner zu legen. So bleiben die Daunen immer in Bewegung und verklumpen nicht. Um die Decke zu trocknen, wählen Sie am besten eine niedrige Temperatur von 30 Grad. Sie erhalten damit die natürliche Struktur der Bettdecke und vermeiden eine zu starke Erhitzung der Struktur.

Achtung: Sie können die Bettdecke oder das Kissen auch an der Luft trocknen, sollten dabei aber direkte Sonneneinstrahlung meiden – sonst kann sich die Decke verfärben. Es ist wichtig, die Bettwäsche über mehrere Tage an der Luft zu lassen und diese einige Male aufzuschütteln, um die Bildung von Klumpen zu unterbinden.

Worauf sollten Allergiker achten?

In erster Linie ist es für einen Allergiker wichtig, die Bettwäsche regelmäßig zu wechseln und das Schlafzimmer an sich täglich zu lüften. Sie sollten die Bettdecke nach Möglichkeit bei 60 Grad waschen und einen zusätzlichen Matratzenschutz verwenden, der als Milbenschutz fungiert.

Fazit: Regelmäßig und schonend waschen

Ihre Bettdecke sollten Sie bei dauerhafter Nutzung spätestens alle drei bis vier Jahre reinigen.

Bei Daunendecken empfiehlt es sich, die Decke einmal im Jahr in die Waschmaschine zu geben. Verwenden Sie dabei möglichst schonende Waschmittel und niedrige Temperaturen.

Bei welcher Temperatur Ihre Decke gewaschen werden darf, steht auf dem Etikett Ihrer Bettdecke.

Bildquelle: ©depositphotos_AllaSerebrina

Entdecken Sie die neue Schlafqualität by matrazzo

Bettwäsche

Bettwäsche weiß-hellgrau Bettwäsche

Matratzen

Kaltschaummatratze Matratzen

Decken & Kissen

Daunendecke Decken & Kissen

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.